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Lehrerfortbildung "Klasse Team"

Klasse Team HPAcht Kollegen unserer Schule haben die viertägige Fortbildung "Klasse Team" zusammen mit Lehrern aus den fünf weiteren Schulen unserer Schulstiftung durchlaufen. Die vom Katholischen Schulwerk in Bayern initiierte Veranstaltung fand an der Maria-Ward-Realschule in Deggendorf statt. In Kleingruppen übten die Teilnehmer jeweils unter Anleitung von psychologisch geschulten Trainern den wertschätzenden Umgang mit Schülern. Die Schaffung einer tragfähigen Basis stand am ersten Tag im Mittelpunkt. Dazu gehören die Pflege der Lehrer-Schüler-Beziehung, die Anerkennung von Schülern, das einfühlsame Zuhören und Beistehen genauso wie die Selbstfürsorge der Lehrkraft als Vorbeugung gegen Burnout.

Am zweiten Tag ging es um die Vorbeugung von Problemen im Schulalltag. Wie gewinnt man Schüler zur Kooperation, wie setzt man einfühlsam Grenzen, wie fördert man bei Schülern Lernfreude und wie sind Verhaltensauffälligkeiten zu verstehen? Der dritte Fortbildungstag war der Lösung akuter und wiederkehrende Probleme gewidmet. Zuletzt ging es um die Vorbeugung von Mobbing und um die Planung und Durchführung von Elterngesprächen mit dem Ziel einer echten Erziehungsgemeinschaft. Mit vielen hilfreichen Tipps, zum Großteil erworben in  Rollenspielen, kehrten die Teilnehmer nach Passau zurück. (siehe auch PNP-Bericht vom 13.01.2018).

(Marie-Luise Täuber)

 

Warum Bindung vor Bildung kommt                                              

An katholischen Schulen läuft seit zwei Jahren ein Versuch, bei dem die emotionale Intelligenz von Kindern gestärkt wird

von Melanie Bäumel-Schachtner (PNP)


Es ist die Leistung, die zählt in unserer erfolgsorientierten Gesellschaft. Dies ist auch schon in der Schule so. Dabei können Schüler nur dann diese Leistung bringen, wenn auch ihre emotionale Intelligenz geschult wird. Seit knapp zwei Jahren läuft deshalb an katholischen Schulen in Bayern das Projekt „Erziehungsgemeinschaft an katholischen Schulen in Bayern“, das vom Katholischen Schulwerk in Bayern, dem Dachverband der bayerischen Diözesen, betreut wird. Ziel dieses Projekts ist es, die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule so zu verbessern, dass es tatsächlich zu einer Leistungssteigerung bei Schülern kommt. Mit im Boot sind 22 bayerische, von Stiftungen getragene Schulen, die sich für diesen Pilotversuch zur Verfügung gestellt haben – darunter auch die Realschule Maria-Ward in Deggendorf.

Fast zur Verzweiflung hat eine Schülerin die Schulleiterin der Realschule Maria-Ward, Aloisia Bauer, gebracht. Die Jugendliche blockte alle Versuche der Lehrer, mit ihr zu kommunizieren, völlig ab. Keiner konnte mit ihr sprechen, keiner konnte die Mauer einreißen, die das Mädchen um sich aufgebaut hatte. Sie war schlecht in der Schule, litt sichtlich. Bis es Aloisia Bauer, frisch gestärkt durch eine Fortbildung zum Projekt an ihrer Schule, bei dem die Lehrer bei speziellen Trainern selber wieder einmal die Schulbank drücken und dabei neue Impulse für den Umgang mit Jugendlichen lernen, noch einmal versuchte. „Ich hatte gelernt, wie man richtig motiviert, und siehe da, es hat geklappt. Die Schülerin hat wieder mit mir gesprochen, ein unglaublicher Erfolg“, freut sich die Schulleiterin. Aloisia Bauer ist überzeugt vom Nutzen des Modellprojekts, bei dem ihre Schule mitmacht.

Das ist auch Dr. Heinz-Günter Kuhls, Vorstandsvorsitzender der Maria- Ward-Schulstiftung, die einen Teil der Kosten in Höhe von 15 000 Euro für die Trainings bewilligt hat. Er betont, dass das Geld hervorragend angelegt sei. Und auch Stefan Zauner, Pastoralpsychologe und Religionslehrer an der Schule sowie Koordinator des Projekts, und seine Kollegin Dunja Müller vom katholischen Schulwerk in Bayern sind begeistert, wie sich die Idee in der Praxis umsetzen lässt.

Inhalt des Projekts ist die Einführung eines neuen pädagogischen Konzeptes. Dieses Konzept heißt „KlasseTeam“ und „FamilienTeam“. In diesen beiden Trainings lernen sowohl Eltern als auch Lehrer einen veränderten Blick auf das Kind zu haben, aber besonders auch Kinder dahingehend zu unterstützen, emotional kompetent zu werden und ihre Leistungen zu steigern. Denn: „Neueste wissenschaftliche Untersuchungen belegen alle, dass emotionale Kompetenz der Marker für eine gelingende Schullaufbahn ist“, erklärt Stefan Zauner. Hier könne das Elternhaus eine Menge tun, aber auch der Lehrer. „Viele Schüler lernen eben nicht fürs Leben, sondern für den Lehrer. Deshalb vermitteln wir den Lehrkräften in den Trainings den Satz: ,Bindung kommt vor Bildung.‘ Das bedeutet, dass die Bindung zwischen Schüler und Lehrer gestärkt werden soll, damit der Schüler gerne etwas für seinen Lehrer macht.“

Am gestrigen Freitag startete an der Realschule wieder ein Fortbildungskurs für Pädagogen, in denen die Lehrer in kleinen Gruppen den richtigen Umgang mit Jugendlichen üben. Die Ausbildung sei sehr praxisorientiert, das Feedback der teilnehmenden Lehrer gut, so Zauner. Einer der wichtigen Inhalte sei zum Beispiel, wie Schüler richtig gelobt werden können: „Es wird viel zu selten gelobt, dabei ist das so wichtig.“ Einer der Tipps, die Zauner selbst den Lehrern gibt, ist, als Lehrer ausführlicher unter eine Stegreifaufgabe zu schreiben, was gut an der Leistung des Kindes war und was noch verbessert werden könne: „Das geht auch bei einer schlechten Note. Die Eltern melden mir zurück, dass sie dies auch als ein Zeichen der Wertschätzung für ein Kind sehen.“

Die Eltern lernen dagegen in einem Kurs von acht Abenden, wie sie ihr Kind schulisch und persönlich unterstützen können: „Ein Beispiel ist es, wenn der Sprössling heimkommt, nicht gleich fordernd zu fragen, wie es in der Schule war, sondern zu sagen: ‚Ich find’s schön, dass du jetzt da bist.‘“ Laut Dunja Müller kann bei Jugendlichen dann etwas erreicht werden, wenn die Lehrer und die Eltern „eine gemeinsame Sprache sprechen“. Dies werde beim Projekt trainiert. Der Schulversuch wird auch von der Friedrich-Alexander- Universität Nürnberg-Erlangen wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um nachweisen zu können, dass sich tatsächlich Veränderungen vollziehen, wenn Lehrer und Eltern nach diesem Programm arbeiten. Erste Erfolge werden aber bereits jetzt schon deutlich, wie Stefan Zauner sagt: „Ein Schüler hat zum Beispiel gesagt: ‚Die Lehrer reden jetzt ganz andersmit uns.‘“

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Da strahlen die Schulkinder: An der Realschule Maria-Ward in Deggendorf wird ein Pilotprojekt zur Verbesserung von emotionaler Kompetenz durchgeführt. Mit dem Projekt betraut sind (von links) Stefan Zauner, Dr.Heinz-Günter Kuhls, Dunja Müller und Aloisia Bauer. − Foto: Bäumel-Schachtner

 

 

 

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Die Teilnehmer von Freudenhain über den Dächern von Deggendorf

 

 

Klasse Team04HPFrau Dr. Carmen Aneser vom Gymnasium Altötting (links) und Frau Christiane Rambold von der Realschule Altötting (rechts) danken den Trainern der Gruppe 1, Frau Doris Zauner (2. v. l.) und Herrn Stefan Zauner (2. v. r.).

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