Pädagogisch-didaktisches Konzept

Die Organisation des Unterrichts ist am Auersperg-Gymnasium an folgenden Grundsätzen orientiert:

  • Differenzierung: Ein auf das Leistungs- und Begabungsspektrum abgestimmtes Angebot an Methoden der Stoffeinführung, des Angebotes an Übungsaufgaben und der Wahl des Übungsgebietes (insbesondere durch Freie Stillarbeit)
  • Rhythmisierung: Ein den natürlichen Lern- und Belastbarkeitskurven von Schülern und Lehrern entsprechender Wechsel von Lernphasen und Phasen, in denen sich das Wissen setzen kann: Weihnachtswoche – Musische bzw. Wirtschaftswoche – Summer-School (letzte Schulwoche)
  • Entschleunigung: MOMO (Montag Morgen) als Möglichkeit eines entspannten Wochenstarts der Klasse mit dem Klassenleiter (Klassenleiterstunde), zugleich als Gelegenheit zur Klassenhygiene als Mittel zur Vorbeugung gegen bzw. Lösen von Problemen innerhalb der Klasse, zum angenehmen Starten in die Woche (mit oder ohne einen religiösen Impuls). Zugleich liefert MOMO einen Zeitpunkt, um organisatorische Fragen zu klären, ohne den Fachunterricht zu stören.
  • Parallelisierung: In den Klassen derselben Jahrgangsstufe wird, soweit wie möglich, der Stoff in derselben Reihenfolge behandelt und Schulaufgaben zu denselben Themen und Stoffumfängen gestellt; nach Möglichkeit gleich, zumindest aber ähnlich (Ideal: eine Schulaufgabe für alle)
  • Epochisierung: Wo es der Stundenplan ermöglicht und es didaktisch sinnvoll erscheint, werden Einzelstunden zu Doppelstunden erweitert und Themen im blockweisen Wechsel bearbeitet.
  • Ziehharmonikasystem: Kernfächer und Profilfächer werden in kleiner Gruppengröße unterrichtet; Nebenfächer werden orientiert an den staatlichen Vorgaben zur Klassenbildung in großen Gruppen bis maximal 33 Schülern unterrichtet. Der Wechsel zwischen den Gruppengrößen erzeugt unterschiedliche soziale Situationen, die dazu beitragen, das Sozialverhalten auf die jeweiligen Rahmenbedingungen abzustimmen, wobei der stete Wechsel der Eintönigkeit des Schulalltags entgegenwirkt.
  • Baukastensystem: Nachmittagsunterricht nach individueller Wahl, bei dem Eltern und Schüler aus einem Angebot an sportlichem und musisch musikalischem Zusatzprogramm auswählen können (sinnvolle Aktivierung der Schüler, die den Eltern an einem Nachmittag privaten Freiraum eröffnet).
  • Coaching: Jedem Schüler wird die Möglichkeit gewährt, sich bei Bedarf einen Lehrer als seinen Coach zu wählen, bei dem er eine Sprechzeit buchen kann (am ökonomischsten in der Elternsprechstunde des Lehrers oder in einer eigens dafür ausgewiesenen Schülersprechstunde des Lehrers).
  • Begabten- und Begabungsförderung: durch Freie Stillarbeit, ein sinnvolles Angebot an Wahlkursen (auch freiwillig durch Lehrer) und ein spezielles Begabtenförderprogramm (im Aufbau). Hierbei wählt die Schule durch Befragung des Kollegiums aus jeder der Jahrgangsstufen 6-11 in der Regel zwei geeignete Schüler(innen) aus, die nach Information der Eltern eine eigene Gruppe bilden, die von zwei Lehrern (Mann und Frau) betreut wird. Diese führen pro Halbjahr ein gemeinsames, also altersübergreifendes Projekt mit der Gesamtgruppe (dafür werden alle 4 Wochen im Stundenplan z.B. die 5. und 6. Stunde am Freitag reserviert) und eine gemeinsame, von den Hochbegabten vorbereitete Tagesexkursion durch. Am Ende des Schuljahres wird der Bestand der Gruppe überprüft (u.a. anhand des Zeugnisses). Schüler der 11. Klasse scheiden aus (können im nächsten Jahr bei Wunsch aber als Berater fungieren) und werden durch Schüler der 5. Klasse ersetzt. Daneben kann die Förderung fortlaufend durch Fachlehrer erfolgen, die sich auch gezielt um einen ihrer Ansicht nach besonders Förderungswürdigen kümmern können.
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