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Bei eisigen Temperaturen auf dem Weg zu „Urmel aus dem Eis“

urm031Passend zu den winterlichen Minusgraden besuchten alle fünften Klassen am 20.01.2017 im Passauer Stadttheater das Kindermusical  „Urmel aus dem Eis“ nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Max Kruse, dem Sohn der Puppenmacherin Käthe Kruse.

Vielen Schülerinnen und Schülern ist dieses am Landestheater Niederbayern präsentierte Stück nicht mehr so geläufig wie früheren Generationen, als die Augsburger Puppenkiste noch häufig im Fernsehen mit Bearbeitungen der Werke bekannter Kinderbuchautoren vertreten gewesen ist.
Somit war bereits Tage vorher die Freude über den Besuch im fürstbischöflichen Opernhaus groß, nicht nur wegen des verkürzten Schulvormittags, der nach drei Stunden endete, sondern auch weil in diesem Stück ein Dinosaurier im Mittelpunkt steht – und diese ausgestorbenen Riesenechsen nach wie vor eine große Faszination auf Kinder ausüben und deren  Fantasie beflügeln.

Das Stück beginnt mit einem äußerst zerstreut wirkenden, viele unfreiwillige Versprecher und damit auch Lacher produzierenden Professor Habakuk Tibatong, der auf der Insel Titiwu in einer Art Tierschule einem Pinguin, einer Echse, einem See-Elefanten und einem Schwein das Lesen und Sprechen beizubringen versucht. Das Spaßige an diesen „Schülern“ ist, dass allesamt mit einem kleinen Sprachfehler zu kämpfen haben; so kann der Pinguin kein „sch“ formulieren, sondern muss immer ein „pf“ dafür sagen. Plötzlich unterbrochen werden diese Bemühungen eines Tages, als ein großer Eisberg auf der Insel angespült wird, in dem sich ein Dinosaurier-Ei befindet, aus dem das Urmel schlüpft! Diese Sensation ruft König Pumponell auf den Plan, der das Urmel für ein Museum einfangen möchte. Die dramatische Suche und Verfolgungsjagd nach dem niedlichen Dinosaurier nimmt zum Glück ein gutes Ende, was beim Publikum, insbesondere bei den hörbar mitfiebernden Grundschülern,  für Erleichterung sorgt.

Nach fast 90 Minuten verließen unsere Schüler und Schülerinnen die Veranstaltung beeindruckt - nicht nur wegen der schauspielerisch überzeugenden Leistungen sowie der musikalisch mitreißenden Inszenierung von Regisseur Markus Bartl, sondern auch weil sie es genossen haben, in diesem wunderbaren Theaterraum zu sitzen, der leider nicht allen gleich gute Sichtmöglichkeiten bot.

Gerlinde Schürzinger

         

         

    

Fotos: Peter Litvai, © Landestheater Niederbayern

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