Ein Konzert für die Ewigkeit – Klasse Klassik in der Isarphilharmonie
Ein beeindruckender Anblick für die jungen Musikerinnen und Musiker des Schulorchesters des Auersperg-Gymnasiums Passau und einer, den sie nicht so schnell vergessen werden – fast 2000 Menschen füllen die Isarphilharmonie, alle nur gekommen, um ihnen zu lauschen. Die Aufregung lässt die Herzen höherschlagen, als der Dirigent Jasper Lecon den Taktstock hebt, um den Einsatz zu geben, und die ersten Töne durch den Saal hallen.
Die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenorchesters haben lange und hart geprobt, viel Schweiß und Tränen geopfert und auch das ein oder andere Wochenende – alles für diesen Moment.
Das Abschlusskonzert in der Isarphilharmonie am Sonntag, den 01.03.2026, auf das Frau Weinberger mit ihrem Orchester seit mehr als einem halben Jahr hinarbeitet. Zusammen mit einem 17-köpfigen Streichorchester aus Neumarkt i.d. Oberpfalz und den Musikerinnen und Musikern des Bayerischen Rundfunks zeigt das Orchester ihre hart erarbeiteten Ergebnisse.
Ende Juni kam die Zusage für Klasse Klassik, ein Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, bei dem ausgewählten Schulorchestern die Möglichkeit gegeben wird, mit professionellen Musikerinnen und Musikern des Bayerischen Rundfunks Stücke zusammen zu üben und diese schlussendlich im HP8 in München aufzuführen. Insgesamt drei Samstagsproben lang (Generalprobe ausgenommen) wurden die Schülerinnen und Schüler von diesen Profis begleitet, die Stücke wurden in Stimmproben gemeinsam geübt und zahlreiche hilfreiche Tipps und Anregungen machten die Runde.
Diese intensive Arbeit machte sich schließlich mehr als bemerkbar: Eine ganz besondere Energie breitete sich im gesamten Saal aus, als das Publikum der wunderschönen Musik gebannt lauschte. Dem prunkvollen Pomp and Circumstance von Edward Elgar folgte die leichtere Annen-Polka von Strauß, Shostakovitchs Varieté-Suite (die vor allem den berühmten Walzer 2 beinhaltet) und der energetische Mambo aus dem Musical West Side Story. Die Spannung war geradezu greifbar, als zweimal hintereinander ein lautstarkes „MAMBO!“ durch den Saal gerufen wurde.
Nachdem der letzte Ton verklungen war, machte das Publikum seinen Enthusiasmus durch anhaltenden dröhnenden Applaus und Standing Ovations deutlich. Alle waren schlichtweg begeistert vom Endergebnis – Zuschauerinnen und Zuschauer sowie die Beteiligten selber, die alle einen berechtigten Stolz auf diese außergewöhnliche Leistung verspürten.
So anstrengend und mühsam diese Reise in Etappen sein konnte, am Ende war jede und jeder einzelne voll und ganz überzeugt, dass es sich gelohnt hatte! Dieses ganz besondere Erlebnis, bei dem alle auch einiges gelernt haben, wird dem gesamten Orchester sowie dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben.
Franziska Schubert, Bratscherin







