9. Klassen auf den Spuren des Judentums in Passau

Stolpersteine 1Am 5. Oktober begaben sich die 9. Klassen im Rahmen des Religionsunterrichts zu Fuß zur St.-Salvator-Kirche in der Ilzstadt. Ihr Weg führte am Anger entlang, wo man vor der ehemaligen Wohnstätte der jüdischen Familie Burian innehielt. Fünf sogenannte "Stolpersteine" erinnern an das traurige Schicksal der fünfköpfigen Familie in der Zeit des Nationalsozialismus. Stadtfuchs Matthias Koopmann zeigte den Klassen die seit 1803 profanierte und normalerweise geschlossene St.-Salvator-Kirche am Fuß des Oberhausberges, die 1479 bis 1495 an der Stelle eines Hauses mit Synagoge erbaut wurde und die Tötung und Vertreibung der Juden aus Passau im 15. Jahrhundert infolge eines angeblichen Hostienfrevels sühnen sollte. Der Bau ist bis heute eine "Mahnung für ein friedliches Miteinander von Christen und Juden, von Religionen und Völkern", wie es auf einer Gedenktafel heißt.                                                                                       M.-L. Täuber

 

Fotos: Stefan Kamper

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