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Politik hautnah: Das Auersperg-Gymnasium zu Gast im Maximilianeum

Wie fühlt es sich an, dort zu sitzen, wo die Weichen für die Zukunft Bayerns gestellt werden? Die Schülerinnen und Schüler der Q12 des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain erhielten die Gelegenheit, genau das herauszufinden. Begleitet von ihren Lehrkräften Quirin Würfl und Janina Fast, tauschte die Gruppe das Klassenzimmer gegen das geschichtsträchtige Maximilianeum in der Landeshauptstadt ein. 

Bereits die Ankunft in der Landtagskantine bot ein erstes Highlight: Während der Verköstigung in der Landtagskantine konnten die Jugendlichen einen Blick auf Ministerpräsident Markus Söder erhaschen, der zur gleichen Zeit vor Ort war – ein erster Vorgeschmack auf die politische Prominenz des Hauses. Nach einer kurzen Besichtigung des Gebäudes führte ein Mitarbeiter der Landtagspädagogik die Gruppe in die Arbeitsweisen und Abläufe des Parlaments ein.  

Pünktlich um 13:00 Uhr nahm die Gruppe zur 79. Plenarsitzung auf der Besuchertribüne Platz. Landtagspräsidentin Ilse Aigner eröffnete die Sitzung, in der die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur Öffnungsklausel für längeres gemeinsames Lernen einbrachte. Die Abgeordnete Gabriele Triebel (Grüne) sprach damit ein Thema an, das die Lebenswelt der Schüler unmittelbar abbildete. Es folgten Redebeiträge von Björn Jungbauer (CSU) und Oskar Atzinger (AfD). Besonders lehrreich waren dabei nicht nur die Redebeiträge, sondern auch die Atmosphäre: Die Freudenhainer zeigten sich irritiert über die teils lautstarken Nebengeräusche und Zwischenrufe aus einer Fraktion während der Redezeit anderer Abgeordneter.  

Der unumstrittene Höhepunkt des Tages war die anschließende Gesprächsrunde in einem kleineren Sitzungssaal. Hier stellten sich die Abgeordneten Toni Schuberl (Grüne), Roswitha Toso (FW) und Stefan Meyer (CSU) den Fragen der angehenden Abiturienten. Die Themenpalette war breit gefächert und die Debatten intensiv, z.B. wurden die kommunale Sicherheitspolitik, die kostenlose Nutzung des ÖPNV für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende und digitale Gewalt diskutiert. 

Die Zeit verflog und das Resümee der Gruppe fiel durchweg positiv aus. Viele zeigten sich überrascht davon, wie dynamisch und mitreißend das Tagesgeschehen im Bayerischen Landtag tatsächlich ist. Der Ausflug nach München bewies einmal mehr: Politik ist am spannendsten, wenn man sie unmittelbar vor Ort miterlebt.