Das Weihnachtskonzert des Auersperg-Gymnasium fand heuer zum ersten Mal in St. Nikola statt. Nachdem es im letzten Jahr aus organisatorischen Gründen in der Freudenhainer Turnhalle stattfand, kehrte die Schulfamilie in eine Kirche zurück, um dem Konzert einen würdigen Rahmen zu geben. Der hohe weite Kirchenraum trug sicher auch dazu bei, das Konzert zu einem eindrucksvollen Erlebnis zu machen. Schon die festlichen Orgelklänge von Sophie Schachner(Q12), die mit „Tochter Zion“ den Abend auf der Orgel eröffnete, stimmte die zahlreichen Zuhörer auf die kommende Stunde ein. Die stellvertretende Schulleiterin Katharina Martin brachte in ihrer Begrüßung den Wunsch zum Ausdruck, dass durch die Musik die Botschaft von Weihnachten bei den Zuhörenden ankommen möge.
Einen eindrucksvollen Akzent setzte die Big Band unter der Leitung von Christoph Rose. Mit „Wie soll ich dich empfangen“ hatte Rose ein Arrangement geschaffen, das im Stil der Minimal Music angelegt war. Kleine, sich wiederholende Patterns überlagerten sich und griffen dabei sowohl Motive aus „Wie soll ich dich empfangen“ als auch aus „Maria durch ein Dornwald ging“ auf. Durch die Platzierung der Musikerinnen und Musiker verteilt im Kirchenraum wurden die Zuhörenden von der Musik eingehüllt, die zusammen mit der zurückhaltenden Beleuchtung zu einer besonderen räumlichen Tiefe führte. Den Schlusspunkt setzte Luisa Winter, die ohne Mikrofon mit klarer Stimme die erste Strophe des Chorals sang. Nahtlos schlossen sich die Chöre der fünften und sechsten Klassen unter der Leitung von Bernadette Klein an. Mit „Winterpracht“, „Fröhliche Weihnacht“ und „Feliz Navidad“ setzten sie einen hellen und fröhlichen Akzent. Rund 50 Kinder standen gemeinsam im Altarraum und sangen mehrstimmig und a capella. Gerade diese Sicherheit im Zusammenspiel, die saubere Intonation und die Präsenz machten deutlich, auf welchem musikalischen Niveau bereits in der Unterstufe gearbeitet wird. Die Freude am gemeinsamen Singen war dabei ebenso hörbar wie die Konzentration, mit der jeder Einsatz getragen wurde. Nachdem die vereinigten Chöre der fünften bis neunten Klassen gemeinsam „Gottes Sohn ist geboren heut“ gesungen hatte, trat das Ensemble der siebten bis neunten Jahrgangsstufe noch einmal als eigene Chorgruppe auf. Unter der Leitung von Tobias Klein wurde hier besonders deutlich, welche Entwicklung dieses Ensemble im vergangenen Jahr gemacht hat. Vor allem die Männerstimmen wirkten sicher, tragfähig und gut eingebunden, was in dieser Altersstufe nicht selbstverständlich ist. Einen Kontrast dazu setzte der solistische Beitrag von Maria Bahle (5. Klasse) und Clara Eckert (8. Klasse) Mit dem Satz „Allegro prestissimo“ aus einer Sonate für Violoncello und Kontrabass von J.-B. Barriere stellten sich die beiden einem technisch äußerst anspruchsvollen Werk. Trotz ihres jungen Alters überzeugten sie durch Virtuosität, präzise Einsätze und eine bemerkenswerte Sicherheit im Zusammenspiel.



