Unter der Leitung von Christian Schöttner, begleitet von Marita Schöttner sowie den Lehrkräften Janina Fast und Hans-Peter Ritzer, begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Auersperg-Gymnasiums auf eine Reise durch den Osten Englands. Die Fahrt begann mit einer unkomplizierten Überfahrt von Calais nach Dover, wo die Gruppe bei typisch britischem Wetter mit dem spektakulären Anblick der White Cliffs begrüßt wurde. Als erstes Highlight stand Leeds Castle auf dem Programm – ein geschichtsträchtiges Wasserschloss, das noch bis in die 1970er Jahre bewohnt war. Nach der Besichtigung nutzten die Jugendlichen das aufgeklarte Wetter, um sich in den weitläufigen Parkanlagen von der langen Busfahrt zu erholen. Entspannt erreichte die Gruppe schließlich ihre Gastfamilien in Saffron Walden und Haverhill, wo der erste Abend bei britischem Essen und anregenden Gesprächen ausklang. Hier erhielten die Teenager sogleich einen authentischen Einblick in die englische Gastfreundschaft.
Am ersten offiziellen Exkursionstag ging es nach Norwich in der Grafschaft Norfolk. Da Christian Schöttner dort ein Jahr an der University of East Anglia (UEA) studiert hatte, konnte er die Stadt fachkundig präsentieren. Die Route führte vorbei am normannischen Castle und elisabethanischen Gebäuden hin zur beeindruckenden Kathedrale. Während einer anschließenden Führung erfuhren die Schüler viel Wissenswertes über das vorwiegend romanische Bauwerk. Ein besonderer Liebling der Gruppe war die Kathedralen-Katze „Budge“, die den Anekdoten der Guides ebenso aufmerksam zu lauschen schien wie die Gäste aus Passau. Dank der klaren Sprache der Tourguides fiel es den Schülern leicht, den Ausführungen zu folgen und eigene Fragen zu stellen.
Der zweite Tag stand im Zeichen von Cambridge. Trotz wechselhaften Wetters vermittelte eine zweistündige Stadtführung spannende Einblicke in das Collegesystem der Universität. Dabei fielen berühmte Namen wie Isaac Newton, Alan Turing und Stephen Hawking, die dort lehrten, oder King Charles III., der hier einst studierte. Der Nachmittag bot Raum für individuelle Interessen: Während einige Gruppen das Zoologische Museum oder das anthropologische und archäologische Museum besuchten, genossen andere das traditionelle Punting (Stechkahnfahren) bei strahlendem Sonnenschein auf dem Cam.
Am dritten Tag tauchte die Reisegruppe in das pulsierende Leben der Hauptstadt ein. Die Erkundungstour zu Fuß führte von der Tower Bridge entlang der Themse, vorbei an der Golden Hind von Sir Francis Drake, dem Globe Theatre und der Tate Modern. Über die Millennium Bridge ging es weiter zur St. Paul’s Cathedral und schließlich zum Elizabeth Tower mit dem berühmten Big Ben. Sehr amüsant waren die Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten und Anekdoten in reinstem Cockney English. Besonders gut kam der Markt in Greenwich an, dort probierten die Schüler*innen verschiedenste internationale Spezialitäten aus und genossen den Spaziergang durch Greenwich Park, den sie bereits aus dem Schulbuch kannten. Vom Royal Observatory aus eröffnete sich dann ein beeindruckender Blick über die Skyline bei Traumwetter.
Zum Abschluss teilte sich die Gruppe nach Interessen auf. Eingefleischte Fans ließen sich beim Besuch der Harry Potter World von den Originalkulissen und Requisiten verzaubern. Außerdem wurde noch St. Albans, einst zweitgrößte römische Stadt Verulamium und bis heute Grabstätte des ersten Heiligen Großbritanniens, erkundet. Die andere Gruppe entschied sich für einen weiteren Tag in der Metropole London und kam gerade rechtzeitig an, um die Wachablösung am Buckingham Palace und anschließend den Wechsel der berittenen Wachen, den sog. Horse Guards, live zu erleben. Die Besichtigung führte weiter in Richtung Downing Street 10 und dann zum Regierungsviertel, Westminster Abbey. Nach einem Abstecher zum Trafalgar Square endete der Rundgang am Covent Garden. Kulturbegeisterte nutzten zudem das Angebot der kostenlosen Museen, wie der National Gallery, um Meisterwerke von Botticelli, Holbein oder den Impressionisten Monet und Manet zu bewundern.
Die Rückreise am darauffolgenden Tag verlief reibungslos. England verabschiedete sich von seiner sonnigsten Seite und bot den Reisenden von der Fähre aus noch einmal einen grandiosen Panoramablick auf die Kreidefelsen von Dover. Dank der guten Verkehrslage erreichte die Gruppe pünktlich Passau und startete in die Osterferien.















