Vom 29.06.–03.07.2026 veranstaltete die Uni-Passau eine internationale Summer-School, um einen transkulturellen Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden aus aller Welt zu führen.
Grundlage ist die Agenda 2030, die von der UNO formulierten SDG’s. Bei dieser Veranstaltung durften zwei unserer FreiDay-Gruppen ihr Projekt vorstellen, um den international Studierenden einen Einblick in die Möglichkeiten zu geben, wie BNE an deutschen Schulen umgesetzt werden kann.
FreiDay ist ein von der Pädagogin Magret Rasfeld entwickeltes Format, beim dem den Lernenden Freiräume zur Verfügung gestellt werden, die ein anderes Lernen ermöglichen. Dafür wurden in Freudenhain in der 11. Jahrgangsstufe die BNE- Inhalte verschiedener Fächer gebloggt, sodass den Lernenden vier Schulstunden zur Verfügung stehen, in denen sie vor dem Hintergrund der SDG’s Projekte initiieren, die die Welt ein Stück weit verändern.
In den letzten Jahren entstanden Podcasts über Nachhaltigkeit und über die lgbtq-Community, Bäume wurden gepflanzt, eine E-Bike Ladestation wurde initiiert und vieles mehr. Begleitet werden die Lernenden dabei von ihren Lehrerinnen und Lehrern, die die Rolle von Coaches einnehmen.
Zwei Gruppen stellten ihr Projekt nun am Mittwoch in der alten Turnhalle der UNI-Passau dem internationalen Publikum vor.
Der „Menthal-Health“-Gruppe geht es darum, an der Schule einen Raum zu schaffen, an dem man über psychische Probleme sprechen kann, es geht um Prävention, damit Schwierigkeiten frühzeitig erkannt werden und dann entsprechende professionelle Hilfe frühzeitig organisiert werden kann. Die Gruppe führte z.B. in den 7. Klassen einen Mental-Health Workshops durch, bei dem die Stärkung des Selbstbewusstseins im Mittelpunkt stand. In einer geschützten Umgebung über die eigenen Gefühle sprechen zu können, ist ein erster Schritt, dem Stress und der Belastung, unter denen Lernende heute nachweislich leiden, wahrzunehmen. Die Schülerinnen haben eine aufwändige Ausbildung abgeschlossen und wirken nun als Multiplikatoren, um das Thema Mental-Health an unserer Schue sichtbar zu machen.
„Was essen wir und woher kommt unsere Nahrung“ sind die Fragen, mit denen sich die zweiter Projektgruppe beschäftigt. Zusammen mit einer 5. Klasse wird ein Buch erstellt, in dem die Herkunft der Nahrungsmittel erklärt und illustriert wird. Erlebnispädagogisch wurde zusammen mit einer 5. Klasse exemplarisch die Herstellung der Zutaten für einen Apfelkuchen nachverfolgt. Die Gruppe besuchte dazu einen Bauernhof, auf dem auch über artgerechte
Tierhaltung informiert wurde. Insgesamt ist es das Ziel der Gruppe, möglichst früh ein Bewusstsein für eine gesunde nachhaltige Ernährung zu schaffen. Das Buch richtet sich an Kinder in KiTas und Grundschulen.
Beide Gruppen berichteten über Schwierigkeiten bei der Planung der Projekte. In einem persönlichen Kommentar reflektierten die Schülerinnen abschließend eindrucksvoll, was ihnen die Arbeit am Projekt bedeutet.
Im Anschluss stellten die Zuhörer zahlreiche Fragen, sodass die Veranstaltung deutlich länger dauerte als geplant. Für die Schülerinnen war dieser Ausflug in die akademische Welt sicher ein Erlebnis, das Ihnen lange im Gedächtnis bleiben wird. (Mt)


