Gemeinsam verändern: Gymnasium Freudenhain startet in die FreiDay‑Projektphase

FreiDay im InnKubatorNach einer intensiven Vorbereitungsphase ist es so weit: Die Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe am Gymnasium Freudenhain sind in ihre eigenen FreiDay-Projekte gestartet. Unter dem Rahmenthema Nachhaltigkeit – verstanden in ihren ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen – entwickeln die Jugendlichen derzeit konkrete Vorhaben, die sie in Kleingruppen in den kommenden Wochen umsetzen wollen.

Die Bandbreite der Projektideen zeigt bereits jetzt, wie vielfältig und kreativ sich die Jugendlichen mit ihrem Umfeld auseinandersetzen.

So plant eine Gruppe eine Kooperation mit dem Stadtjugendring zur Mitwirkung bei einer Stolpersteinverlegung, um lokal Verantwortung für Erinnerungskultur zu übernehmen. Andere wollen den Zugang zum Sportplatz im Schlosspark inklusiver gestalten. Viele weitere Ansätze befinden sich ebenfalls in Planung.

Der Startschuss für das Projekt fiel mit mehreren thematischen Workshops. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit und ich“, „Mein Platz und meine Stärken in dieser Welt“ und „Gemeinsam statt einsam – was wir im Team erreichen können“ beschäftigten sich die Jugendlichen an mit Fragen der Selbstwirksamkeit und Zusammenarbeit. Das Auersperg Gymnasium Freudenhain setzt hierbei bewusst auf vielfältige Lernorte und starke Partner außerhalb der Schule. Sie ermöglichen es den Jugendlichen, Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verbinden.Teambuilding

Ein wichtiger Lernort war der INNkubator Passau, das Gründungszentrum in Passau. Dort erhielten die Jugendlichen Einblicke in kreatives Arbeiten und Problemlöseprozesse. Das Haus der Generationen der Stadt Passau bot den Schülerinnen und Schülern Anknüpfungspunkte, um die sozialen Aspekte von Nachhaltigkeit genauer zu beleuchten. Eine ebenso bedeutende Rolle spielt die Zusammenarbeit mit der Universität Passau, die das Projekt mit einem Seminar zum transformativen Lernen auch wissenschaftlich begleitet.Klimapuzzle

In Kooperation mit Studierenden nahmen die Schülerinnen und Schüler auch am Klimapuzzle (Climate Fresk) teil, einem interaktiven Format, in dem sie Ursachen und Folgen des Klimawandels systematisch erarbeiteten und über Handlungsmöglichkeiten diskutierten. Eine weitere Gruppe setzte sich mit dem Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ auseinander und diskutierte, welche globalen Beispiele für nachhaltige Energie, Landwirtschaft, Wirtschaft und Bildung sich auf das eigene Umfeld übertragen lassen.

Abgerundet wurde die erste Phase des FreiDay durc h zwei Workshops zum Projektmanagement: In Zusammenarbeit mit msg Passau lernten die Jugendlichen in professionellem Umfeld Methoden zur Zielklärung, Planung und Umsetzung aus erster Hand kennen. Mit ganz konkreten Hilfestellungen für die praktische Umsetzung der Projektideen leistete Dr. Maria Diekmann, Programmdirektorin von „Passau the Entrepreneurial Campus“, wertvolle Starthilfe.Workshop Maria Diekmann

So entstand innerhalb weniger Wochen ein dichtes Netzwerk aus Schule, Universität, Stadtgesellschaft und Wirtschaft, das den Jugendlichen Orientierung, Mut und wichtige Zukunftskompetenzen vermittelt hat. Mit diesem Rüstzeug starten sie nun motiviert in die Umsetzung ihrer eigenen nachhaltigen Projektideen.

Q. Würfl