Freudenhain IM Gespräch mit einem Bundesbankdirektor über die Europäische Geldpolitik und Staatsschuldenkrise

20150113 bundesbankAm 13.01.2015 begrüßte OStD i.K. Herbert Bachner den Bundesbankdirektor und Leiter der Bundesbankfiliale in Regensburg, Herrn Reinhard Pfaffel, den StD Walter Leidl in fast schon traditioneller Manier für die Wirtschaftskurse der Q12 eingeladen hatte. In der Bundesbankfiliale Regensburg kann nach wie vor die Deutsche Mark in Euro umgetauscht werden. Auch ein Dualer Studiengang zum Bachelor of Science im Central Banking mit einem Verdienst von 1100 € netto könne die Freudenhainer Absolventen nach Regensburg führen.

Im Zentrum des Interesses stand in diesem sachlichen, kritischen Vortrag und Gespräch mit den Abiturienten die Schuldenkrise mit den adäquaten geldpolitischen Gegenmaßnahmen der EZB. Mit dem Eurostart in Litauen zum 1.1.2015 nehmen bereits 19 von 28 EU-Mitgliedsstaaten an der Europäischen Währungsunion teil. Reinhard Pfaffel ermahnte die Mitliedsstaaten zu Haushaltsdisziplin, Stukturreformen und Senkung der Lohnstückkosten, um der Staatsschuldenkrise entgegen zu wirken. Das geldpolitische Instrumentarium sei kein Ersatz für die „schlecht gemachten Hausaufgaben“ der Mitgliedsstaaten.

Vor dem Hintergrund des einzigen Ziels der EZB, der Preisniveaustabilität, bewertete der Bundesbankdirektor zusammen mit den Schülern das aktuelle Niedrigzinsumfeld, ausgelöst durch einen Leitzinssenkung auf 0,05 %, äußerst kritisch. „Auf keinen Fall könne das Niedrigzinsumfeld ein Dauertherapeutikum sein, wenn Preisniveaustabilität gewährleistet werden soll,“ betont Reinhard Pfaffel abschließend.

Michaela Reinhardt

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