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Kia Ora, Aotearoa

neuseelandMein Aufenthalt in Neuseeland von Januar bis Mai 2014 hat mich vor allem erwachsener und selbstständiger gemacht. Denn natürlich tauchen da am Anfang schon so einige Probleme für einen 15-Jährigen am Ende der Welt auf, mit denen man vorher noch nie konfrontiert wurde, wie zum Beispiel ein Konto eröffnen, Geld abheben und an einem der größten Flughäfen der Welt das richtige Terminal und das richtige Gate finden. Wie geschehen am LAX, wo mir dann auf Nachfrage von einem hilfsbereiten Amerikaner der Weg gezeigt wurde.

 

In Neuseeland lebte ich bei meiner Gastmutter, die sich einige Zeit vor meiner Ankunft hatte scheiden lassen, und ihren Zwillingstöchtern, die jünger waren als ich. Wir lebten in Whangamata, direkt an der Ostküste der Nordinsel von Neuseeland, in einem typisch neuseeländischen Haus, d.h. einstöckig und nicht allzu luxuriös. Insgesamt ist der Lebensstandard etwas niedriger als in Deutschland, was aber der Offenheit, der Hilfsbereitschaft und der Lebenslust der Kiwis überhaupt keinen Abbruch tut. Wofür meine Gastmutter wohl das beste Beispiel wäre, da sie eigentlich immer gute Laune hatte und auch mit mir und den Zwillingen viel unternahm. Wir fuhren fast jedes Wochenende zu Verwandten, wodurch ich große Teile der Nordinsel zu sehen bekam. Auf diesen Trips lernte ich viele liebenswerte Menschen kennen, die mich wie einen der ihren behandelten. So durfte ich auf der Farm des Bruders meiner Gastmutter mit einem Jagdgewehr auf Dosen schießen, Motorrad fahren, Traktor fahren und mit einer Motorsäge Bäume fällen. Für mich damals das höchste der Gefühle. Viele dieser Bekanntschaften blieben längere Zeit bestehen, so dass ich nach meiner Rückkehr die Verwandten meiner Gastmutter in Regensburg auf ihrer Europatour treffen konnte.

In Neuseeland ging ich unter der Woche natürlich auch zur örtlichen Schule, zu welcher ich jeden Tag mit dem Fahrrad fahren konnte. So machte ich auch einmal auf dem Weg zur Schule Bekanntschaft mit der Polizei, da ich trotz der in Neuseeland geltenden Helmpflicht keinen Helm getragen habe. Ich kam aber glücklicherweise mit einer Verwarnung davon und radelte unter Zeitdruck auf der aus unserer Sicht "falschen" Straßenseite weiter zur Schule. Schule ist in Neuseeland ganz anders als bei uns. So hat man zum Beispiel nur sechs Fächer, wovon man sich vier aussuchen kann. Mathe und Englisch sind verpflichtend, ich hatte außerdem Outdoor Education, Music, Woodwork und Food. Es stehen auch die gängigen Fächer zur Auswahl wie Biologie, Chemie, Geographie etc., doch ich wollte vor allem neue Sachen erleben. Aber bei diesen vermeintlich einfachen Fächern war sehr viel Theorie dabei. In Food kochten wir beispielsweise nur jeden zweiten Freitag. In den anderen Stunden wurden wir in Sachen wie die Haltbarkeitsmachung von Lebensmitteln unterrichtet und mussten da dann auch darüber ein Essay schreiben. Eine ganz neue Erfahrung war für mich auch, dass der Unterricht erst um neun beginnt und um drei Uhr nachmittags endet. Auch hat man in Neuseeland ein wie ich finde freundschaftlicheres Verhältnis zu den Lehrern, was Vorteile wie Nachteile für Lehrer und Schüler birgt. An der Schule, wie auch im ganzen Land, wird die Tradition der Ureinwohner, der Maori, gepflegt. So gibt es auch die Möglichkeit, die Sprache der Maori als Unterrichtsfach zu wählen.

Nach Unterrichtsende ging ich oft ans Meer und surfte auf dem Surfboard, das meine Gastmutter extra für mich besorgte. Auf einem kleinen Surftrip mit der Outdoor Education Klasse konnte ich meine Surfskills mit der Hilfe eines Lehrers weiter verbessern. Durch Freunde konnte ich zudem an einigen Trainings des Segelclubs teilnehmen und wurde für die Zeit, die ich da war, Mitglied in der Youthgroup.

Am Ende meiner Sprachreise reiste ich mit anderen Deutschen im Bus durch die Südinsel, wo ich auch atemberaubende Landschaften zu sehen bekam. Zum Schluss noch zwei Tipps für alle, die ins Ausland wollen: immer für alles offen sein und die Zeit im Ausland genießen. Vor der Abreise aus Deutschland den Koffer packen, die Hälfte wieder auspacken und dann losfliegen.

Daniel Friedl (Q11)

         

         

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