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Kanada: Im Land der Cowboys und Indianer

kanadaGewaltige Berge, glitzernde Seen, grüne Wälder oder endlose Weiten und Steppen, Cowboys, die durch die Prärie reiten und Bären, die am Wegrand sitzen. All das durfte ich in Kanadas Westen hautnah miterleben. Zwar wurden die fünf Monate, die ich dort verbrachte, als Auslandsaufenthalt bezeichnet, doch das trifft es nicht einmal annähernd. Denn die Kleinstadt Golden, die direkt in den Rocky Mountains liegt, eingebettet zwischen Schneebedeckten Bergen und unberührten Nationalparks, ist zu meinem zweiten Zuhause geworden und die Monate dort zu den besten meines bisherigen Lebens.

Als ich zum ersten Mal von einem Schüleraustausch erfahren habe, war mir sofort klar, dass ich das einmal machen möchte. Ich recherchierte also im Internet nach einer passenden Organisation, überzeugt meine Eltern und Verwandten von meinem Vorhaben und saß Ende Januar 2015 im Flieger nach British Columbia, der westlichsten Provinz Kanadas.

Kanada hat mich schon immer fasziniert, hinzu kam meine Begeisterung für die englische Sprache. Trotzdem fiel es meiner Familie und mir nicht ganz leicht, für fünf Monate Abschied zu nehmen, doch über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Skype konnten wir gut Kontakt halten.

Doch wie es sprichwörtlich so schön heißt, so war auch bei mir aller Anfang schwer. Nach einem anstrengenden Hinflug kam ich bei eiskalten Temperaturen an, außerdem hielten mich die acht Stunden Zeitverschiebung in den ersten Tagen bis spät in der Nacht wach. Dazu kamen leichtes Heimweh und Differenzen mit meiner Gastfamilie, was auch schon in der zweiten Woche zu einem Wechsel führte. In dem großen Haus der neuen Familie, mit Mutter, Vater, fünf Kindern und drei Hunden, war immer etwas los und ich wurde sofort in die Familie aufgenommen, was sich bis heute nicht geändert hat.

Kanada bedeutete für mich Natur und Erlebnisse pur. Das zeigte sich vor allem während der Schulzeit, denn einfach nur in der Schulbank saß ich eigentlich nicht so oft. Im Rahmen der Outdoor-Education-Klasse machten wir ständig irgendwelche Ausflüge wie Kanufahrten, Klettertrips, Skitouren oder Überlebenscamps. Außerdem gab es neben den „typischen“ Schulfächern auch Fächer wie Fotographie, „Metal Art“, oder Kochen, was den Unterricht richtig abwechslungsreich machte. Natürlich musste ich nach meiner Rückkehr den verpassten Schulstoff eigenständig nachlernen, damit ich in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken konnte. Aber das wusste ich im Vorhinein und das war es mir definitiv wert. In Kanada bin ich an so vielen Erlebnissen reicher und selbstbewusster geworden und habe viele Dinge für mein weiteres Leben gelernt, nicht zu vergessen, dass sich mein Englisch um einiges verbessert hat.

Da mein Aufenthalt von Januar bis Ende Juni dauerte, hatte ich das Glück, drei Jahreszeiten miterleben zu können. Im Winter fühlte ich mich in den Rockys wie im Winterwunderland, denn in unserem nahen Skigebiet gab es immer reichlich „Powder-Schnee“ und es war richtig toll, jedes Wochenende mit meinen Freunden Ski fahren zu können. Auch im Frühling und Sommer, der heißer war, als ich erwartet hatte, wurde es nie langweilig. Alles, was ich unternommen habe - von Klettern über Zip-Lining bis Rafting und Paragliding -, war aufregend und unvergesslich.

Der Abschied von allem war aber auch dementsprechend schwer, doch wie ich es von den immer positiv denkenden Kanadiern gelernt habe, stieg ich nicht mit einem „Lebewohl“, sondern mit einem „Bis bald“, in den Flieger zurück nach Deutschland, mit dem Versprechen, Kanada irgendwann wieder einen Besuch abzustatten.

Esther Mittendorfer

              

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