Bericht von Valentin Waldvogel über sein Auslandsjahr in Irland

Valentin1"If you’re enough lucky to be Irish…You’re lucky enough"

Zwar bin ich kein Ire, aber fühle mich trotzdem very lucky gerade in Irland zu sein. Mein Austauschjahr hier war bisher sehr gut. Bevor ich zu meiner Gastfamilie kam, war ich zwei Tage in einem Arrival Camp, in dem ich mit vielen anderen internationalen Schülern nochmal auf das Land und das Leben in der Gastfamilie vorbereitet wurde.

Ich wohne jetzt nahe der Kleinstadt Westport in einer Familie mit einer 18-jährigen Gastschwester, einem weiteren spanischen Austauschschüler und einem achtjährigen Gastbruder. Er ist Autist, und da er nicht sprechen kann, kommunizieren wir mit kleinen Bildern und Handzeichen (oder deutschen Fußball-Trikots).

Valentin4Meine Schule ist ungefähr vierzig Minuten mit dem Bus entfernt. Es ist eine sehr kleine Schule mit weniger als zweihundert Schülern. Ich habe jeden Tag nachmittags Unterricht bis vier. Mit Englisch habe ich keine Probleme, aber ab und zu reden die Lehrer auch auf Irisch. Da habe ich keine Chance!

An Freitagen habe ich keine Schule, sondern Work Experience. Im RahmenValemtin3HP des sogenannten Transition Year absolviere ich jeden Freitag also ein Betriebspraktikum, wobei ich alle sechs bis acht Wochen den Betrieb wechsle. Die Schüler sollen hier erste Berufserfahrungen sammeln, bevor sie entscheiden, was sie in der Oberstufe genau machen wollen. Es werden sehr viele Schulausflüge angeboten. Nach meinen ersten zwei Schultagen bin ich mit der Klasse zum Beispiel für zwei Tage an die Küste gefahren. Demnächst fahren wir in die Hauptstadt, nach Dublin. Im Februar fliege ich mit meiner Klasse sogar nach Rom.

Valentin2HPDem Fußball bin ich treu geblieben und spiele am Ort im VereinValentin5 und außerdem Gallic Football für die Schulmannschaft. Gallic Football ist eine Mischung aus Fußball und Handball, aber viel körperlicher. Das Training dafür findet normalerweise einmal pro Woche statt. Weihnachten in Irland zu feiern war wunderschön, auch wenn ich hier erst am Morgen des 25. die Geschenke aufmachen durfte. Das traditionelle Familienessen danach habe ich jedenfalls auch sehr genossen. Neujahr wurde hier leider nicht stark gefeiert. Feuerwerke sind illegal, also gab es kaum welche. Über das Thema Brexit höre ich erstaunlich wenig. Mein Eindruck ist, dass die Leute sich hier grundsätzlich nicht viele Sorgen machen, vor allem nicht über die Politik anderer Länder. (Vielleicht fühlen sie sich deshalb besonders lucky.) Bisher gefällt es mir hier sehr gut und ich freue mich auch auf die zweite Hälfte.

 So long!

Liebe Grüße,

Valentin Waldvogel

BilerChildrenLeg og SpilAutobranchen