Theaterstück der Unter-/Mittelstufe: "Ich du er sie es WIR"

plakatWer bin ich? Was mache ich aus meinem Leben und wieso läuft es gerade nicht perfekt? Was hätte ich in der Vergangenheit besser machen können? Wie könnte ich meine jetzige Situation verbessern? Diese Fragen wird sich bestimmt jeder schon einmal gestellt haben, ganz gleich aus welcher sozialen Gruppierung er kommt. Von jungen pubertierenden Schülern bis hin zu alten Rentnern herrscht oftmals Unzufriedenheit im Leben.

Mit diesem Problem, Ursachen und Gegenmaßnahmen inklusive, hat sich die Theatergruppe der Unter-/Mittelstufe des Auersperg-Gymnasiums Freudenhain unter der Leitung von Ursula Kraft auseinandergesetzt. In dem selbst geschriebenen Theaterstück (Dramolette) "Ich du er sie es WIR“ inszenierten die jungen Schauspieler/innen verschiedenste Szenen aus dem Alltag und brachten so dem  Publikum Ansichten mehrerer unterschiedlicher Situationen des Lebens näher.
Angefangen bei einem wohl jedem bekannten Mutter-Tochter-Konflikt, bei dem sich die 13-jährige Tochter (Laura Weiß, 8b) von der nörgelnden Mutter (Laura Bucksath, 10a) nicht verstanden fühlt, bis hin zu einem Kaffekränzchen einiger Rentnerinnen (Alina Striedl, Julia Geigant, Pia Klenner, Johanna Scheifele, 8b), die unterschiedlicher nicht sein könnten, war fast jede Alltagssituation sehr unterhaltsam, jedoch trotzdem authentisch dargestellt: Ein übermüdeter Vater (Elias Robl, 6g) im Streitgespräch mit seiner Frau (Johanna Scheifele, 8b), ein aus der Schweiz zugezogener Junge (Benedikt Homolka, 6g), der sich in seiner neuen Heimat unwohl fühlt, oder auch eine Prominente (Patricia Godini, 8d), die einfach ihre Ruhe haben möchte, sowie viele weitere kurzweilige Szenen.
Im Laufe des Stücks wurde klar, dass Menschen zu viel Zeit investieren, sich Gedanken um ein perfektes Leben zu machen, statt glücklich mit ihrer Situation zu sein.
Vor allem in der letzten Szene, in der sich alle Schauspieler in ihren Rollen auf der Geburtstagsfeier eines alten Mannes (Martin Paul, 7b) befanden, wurde dies verdeutlicht. Der 80- Jährige stellt fest, dass er zu viel Kraft aufgewendet hat um etwas zu erreichen, wodurch er nie Zeit hatte, den Moment im Hier und Jetzt zu genießen. Er bereut es, so viele Gedanken an die Zukunft verschwendet zu haben und rät den Geburtstagsgästen und somit auch dem Publikum "Fehler“ im Leben zu machen, um mehr zu erleben.

Die Schüler/innen sorgten mit ihrem erstaunlich talentierten Schauspiel für eine heitere Stimmung im vollen Festsaal, sowie lauten Beifall zwischen und vor allem am Ende des Theaterstücks. Zu jeder Szene gab es neue kreative Bühnenbilder, Kostüme und Charaktere, was das Theaterstück sehr abwechslungsreich machte. Besonderes Lob verdient Alina Striedl aus der 8b, die in einer melancholischen Szene mit Klavierspiel und ihrer eigenen wunderschönen Stimme bezauberte.
Die Regisseurin Ursula Kraft fasste abschließend die Moral des Theaterstücks zusammen und gab so den Zuschauern noch einen wichtigen Rat mit auf den Weg. So wird der ein oder andere in Zukunft eventuell nach dem Motto ,,Carpe diem“ leben und sein Glück im Leben mehr schätzen.

Leonardo Zamorano (Q11)

 

         

         

 

         

 

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

 

Fotos: Rn.

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