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Maria-Ward-Tag 2016: Incredible India!

20160129 incredibleindiaIm Rahmen des Maria-Ward-Tages 2016 informierte Tapan Sharma, der extra aus Köln anreiste, die Schüler der Q11 über Indien. Herr Sharma arbeitet bei der Passauer ICU.netAG als interkultureller Berater und Trainer und verfügt auch über Erfahrungen als Wirtschaftsjournalist und Marketingreferent.

Was verbinden die Schüler mit Indien? "Slumdog Millionaire", Elefanten, Kühe, Curry, Bollywood, aber auch Vergewaltigungen wurden genannt. Indien ist aber mehr - ein Land mit unzähligen Gesichtern. Knapp 1,3 Milliarden, um genau zu sein. Dazu kommen weit über 100 verschiedene Sprachen und vielfältigste Landschaften, von den tropischen Stränden am Indischen Ozean über Wüsten bis hin zu den Hochgebirgsketten des Himalaya.

Herr Sharma nahm ausführlich Bezug auf die Fragen der Schüler und lieferte Informationen, die in keinem Schulbuch stehen, z.B. warum indische Schüler und Studenten praktisch keine Nebenjobs haben, um sich Schule bzw. Studium zu finanzieren. Grund ist einerseits die große Schere zwischen arm und reich - es wird immer jemanden geben, der bereit ist, für weniger Geld zu arbeiten -, andererseits aber auch der große Stellenwert von Familie und Status. Die Familie finanziert also die komplette Ausbildung, auch um nicht den Eindruck zu erwecken, man könne sich keine angemessene Bildung leisten. Und ein guter Schulabschluss ist wichtig, denn auf eine freie Stelle in begehrten Studiengängen an den besten sieben Hochschulen kommen mehrere tausend Bewerber. Der Leistungsdruck ist sehr hoch - für zusätzliche Arbeit ist somit einfach keine Zeit.

Doch was denken Inder aber über Deutschland? Assoziieren sie damit Bayern, Bier, Oktoberfest - oder doch eher Holocaust und Weltkriege? Weder noch, überraschte Herr Sharma. Bier wird nur wenig konsumiert, wenn, dann eher australisches. Und vom Oktoberfest erfährt man als Inder eher beim Auslandsstudium in den USA. Auch die dunklen Kapitel deutscher Geschichte, die beiden Weltkriege, werden in indischen Schulbüchern nur sehr oberflächlich gestreift - Indien war viel zu wenig involviert. Begehrt sind aber (bei denen, die es sich leisten können) deutsche Autos! Mercedes, BMW und VW sind auf dem indischen Markt zunehmend präsent.

Egal ob Sport, Kleidungsfragen oder nützliche Tipps für Indienaufenthalte, jedes Thema, das die Schüler interessierte, wurde diskutiert.

Wir danken Herrn Sharma für den umfangreichen Vortrag über sein Heimatland und hoffen, ihn bald wieder in Freudenhain begrüßen zu können!

Anna Ranzinger

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