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Bigbands und Benefiz – das rockt die Dreiländerhalle

20150624 bigband20 000 Euro Erlös aus gelungener Konzert-Premiere von vier Gymnasien vor 860 Zuhörern – Lions-Club plant Neuauflage

Eine Musik-Premiere mit höchstem Hörgenuss hat es am Mittwochabend in der Dreiländerhalle gegeben: Vier Bigbands von Gymnasien aus der Stadt und dem Landkreis vereinten sich zu einem gewaltigen Klangkörper, an dem Joe Zawinul, Jazz-Legende von Weltruf und Komponist des dabei interpretierten Stücks „Birdland“, sicherlich seine Freude gehabt hätte. Die jungen Talente öffneten auf eindrucksvolle Weise die Herzen der 860 Besucher – und auch deren Geldbeutel. Das erste Benefizkonzert dieser Art in Passau brachte 20 000 Euro ein.

Es war ein grandioses dreistündiges Programms mit enormer musikalischer Brandbreite vom Traditional-Jazz und Swing über Soul und Latin bis hin zu Funk und Rock. Am Ende erfüllte der Dank des Publikums – mit minutenlangen Standing Ovations zum Ausdruck gebracht – für einen wunderschönen Abend die Halle, erwidert von der Anerkennung des Lions-Clubs Passau für die Unterstützung durch die spendenfreudigen Zuhörer, für die großzügige Hilfe vieler Sponsoren und für den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte, unter anderem beim Catering in der Pause.

Geradezu faszinierend war das Engagement der vielen jungen Musiker, teils verstärkt durch Routiniers, aus dem Adalbert-Stifter-Gymnasium (Leitung: Irmgard Westermeier), Auersperg-Gymnasium (Freudenhain, Christoph Rose), Gymnasium Leopoldinum (Michael Beck und Michael Kopp) und Maristengymnasium Fürstenzell (Bernd-Michael Tack). Alle vier Bigbands mit ihren Gesangs und Instrumental-Solisten, die sich selbst an Ohrwürmer ganz Großer auf internationalen Bühnen heranwagten, überzeugten bei ihren Auftritten und überspielten sogar vereinzelte krankheitsbedingte Ausfälle bravourös.

Einige der 25 Stücke stellten zugleich eine Hommage an Stars des renommierten Bluetone-Festivals in Straubing dar, das am kommenden Mittwoch beginnt. Dessen Mitveranstalter Heinz Huber, einer der Jazz-Pioniere in der Region und im Publikum gesichtet, zeigte sich hinterher „unwahrscheinlich beeindruckt“ von dem ausnehmend schönen Konzert. „Wenn diese jungen Leute weiterhin so gefördert werden, dann kommen da sicher ganz große Talente raus“, gab sich Huber überzeugt, der hinzufügte, dass eine solche Veranstaltung unbedingt wiederholt gehört.

Sowohl die Förderung junger Musiker – alle vier beteiligten Gymnasien erhalten aus dem Erlös des von Gernot Hein mit viel Charme und Witz moderierten Benefiz-Abends jeweils 1500 Euro – als auch die Neuauflage des Konzerts sind bereits beschlossene Sache. Lions-Club-Präsident Professor Dr. Thomas Südhoff, der nach einer kurzen Vorstellung der weltweit aktiven Hilfsorganisation mit dem Leitspruch „We Serve“ die regionale Kinder- und Jugendarbeit als weitere Adresse für den Erlös nannte, kündigte als Veranstalter an, aus dem Bigband-Projekt eine Tradition zumachen. Voraussichtlicher Termin für die Fortführung: 24. Februar 2016.

Mächtig stolz, hier Schirmherr sein zu dürfen, war Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper. Süffisant stellte er die derzeit schweren Zeiten der Münchner Löwen und die viel besseren Zeiten der Passauer „Löwen“ im Lions-Club – mit ihrem fröhlich winkenden Maskottchen – gegenüber, die er als seit Jahren feste Stütze in der Stadt und der Region bezeichnete. „Meist wirken sie im Stillen, heute aber mal richtig lautstark“, sagte Dupper, wobei er vor allem auf die voluminösen und druckvollen Bläsersätze der vier Bigbands anspielte.

Gut, dass es in bewegten Tagen und Wochen wie diesen, in denen unter anderem Katja Ebstein eine Festrede hält, einen immer stärkeren Trend zur Regionalität, ebenso in der Musik, gibt, wie der OB schmunzelnd feststellte. Ein Abend wie dieser sei das „Sahnehäubchen“ – passend zu den gerade laufenden Passauer Jazz-Wochen. So gesehen ging der musikalische Aufruf „Rock this town“ der Maristen-Bigband – basierend auf dem bekannten Stück von Mike Story – ins Leere, weil gottseidank nicht auf die Dreiflüssestadt bezogen.

Bernhard Brunner (PNP)

Foto: Scholz.

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