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"Mit Gips repariert man keine Herzen" - Theater der Unter- und Mittelstufe

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Mit einem eindrucksvollen, witzigen und hintergründigen Theaterstück über eine "Herzensangelegenheit" unter dem Titel "Mit Gips repariert man keine Herzen" frei nach dem Jugendbuch "Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte" von Anna Woltz hat die Theatergrupee der Unter- und Mittelstufe unter der Regie von Ursel Kraft rund 100 Besucher im Festsaal in ihren Bann gezogen und begeistert. Sie präsentierte ein berührendes, kurzweiliges Spiel, das erfrischende Dialoge, schnelle Szenenwechsel und das Schauspieltalent der jungen Mimen prägte.

Schulleiter Christian Zitzl pfiff zum Auftakt das Lied "Ein Herz kann man nicht reparieren, ist es einmal entzwei, ist alles vorbei" von Udo Lindenberg. Der Titel des Theaterstücks lege nahe, dass es noch etwas zu reparieren gibt, auch der Song von Udo Lindenberg gehe gut aus und selbst das Bühnenspiel habe ein "happy end", verriet der Schulchef.

Zu Udo Lindenbergs Titel "Die Bühne ist angerichtet" über den "Lampenfieber-Vampir" vor einem Auftritt flitzten junge Schauspieler mit Requisiten auf die ganz in Weiß gehaltenen Bretter, die die Welt bedeuten. Dort spielt sich gerade ein Familiendrama ab, das die Schüler mit Pantomime und reich an Gesten darbieten. Die Mutter (Ramona Ratzinger) der 13-jährigen Hauptfigur Fitz, die Paula Englmaier gelungen darstellt, wirft ihrem Mann (Alram Bögner) nach dem Streit den Ehering vor die Füße und geht. Die erwachsene 30-jährige Fitz, die Patrizia Gordini wunderbar mimt, erscheint als Kinderärztin an einer Klinik und erzählt in einer Rückblende von ihrer Schwester Bente (Ilmira Stromberger). Sie erinnert an die schlimmen Wochen voller Emotionen, als sich die Eltern vor 15 Jahren trennten.

Ein Szenenwechsel bringt das Publikum zurück in das Leben der beiden Mädchen Fitz und Bente, die mit den "lästigen Hin-und-her-Taschen" mal bei Mama und gerade bei Papa leben. Weil Bente mit diesem einen Fahrradunfall erleidet, bei dem sie eine Fingerkuppe verliert, wird sie in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert. Hier geht es zu wie im richtigen Krankenhaus, in dem viele Notfälle eingeliefert werden, Krankenschwestern und Ärzte alle Hände voll zu tun haben und es auch "menschelt". Die 13-jährige Fitz, die sich voller Wut auf ihr Gesicht "Mama soll sterben" schreibt und deshalb von der Nachbarin (Laura Kuhn) eine Tigermaske erhält, ist mittendrin und sucht Antworten auf Fragen, die das Leben stellt: "Warum sind Worte so verletzend?",will sie wissen. "Sind Unfälle vermeidbar?" und "Können Männer auch Schwestern sein?" oder "Warum hören Herzen auf zuschlagen?", fragt sie weiter. Sie entdeckt, dass selbst Ärzte Gefühle zeigen dürfen und ein Ende auch ein Anfang sein kann. In der jungen Patientin Primula (Lea Graßl), die ihre Rolle großartig ausfüllt, und dem coolen 15-jährigen Adam (Elias Robl), der ebenfalls köstlich mimt, findet Fitz unerwartete Verbündete, da Erwachsene oft nerven.

Denn erst als der Vater aufgrund eines Milzrisses, den er sich bei dem Unfall zuzieht, kollabiert, zeigt die Mutter Mitleid. Und selbst der sture Dr. de Goijer (Benedikt Homolka) entschuldigt sich bei der hübschen Schwester Yasemine (Magdalena Kohlbauer), die er zuvor beschimpft hat, und erwidert ihre Liebe.

Zum Gelingen tragen auch der nette Pfleger Douwe (Jan Guist) und die Krankenschwestern Fiona Fuchs, Hannah Schill, Nora Aits und Jasmin Janeck sowie Doktor Sara (Marlene Weindl) bei, die nicht nur den Kllinikbetrieb aufrechterhalten, sondern mit den Szenenwechseln mit Emila Perkins flink über die Bühne wuseln, um Requisiten zu bringen oder zu entfernen. Mit dem richtigen Sound geht alles noch besser, zeigt Fiona Fuchs, die zu flotter Musik schwungvoll über die Bretter fegt. "Das Leben ist wie eine Krankenhausserie, viel Herz und Blut", resümiert Fitz und beschließt, Ärztin zu werden.

Mit langem, tosenden Applaus bedachte das Publikum die jungen Schauspieler. Schulleiter Christian Zitzl überreichte Regisseurin Ursel Kraft als Haupverantwortliche, "die alle Hände und Herzen voll zu tun hattte", Blumen und einen guten Tropfen. Auch für die jungen Theaterleute gab es Rosen.

"Wir haben geblutet, passend zum Stück", resümierte Kraft. Während der Probephase mussten die Schüler immer wieder für Schulaufgaben lernen. Das Jugendbuch der niederländischen Autorin Anna Woltz habe sie so begeistert, dass sie es zu einem Bühnenstück mit Rückblende umschrieb. Es passe zur Mittelstufe. "Das Leben ist immer Herz und Blut. Manches schmerzt und geht vorüber", laute die Botschaft. Dies empfänden Kinder und Erwachsene so. Zusammenhalten sei wichtig. Man komme leichter über Schweres hinweg, wenn man weiß, dass es allen so geht.

(Text: Theresia Wildfeuer, Passauer Neue Presse

Fotos: Lisa Woldrich)

 

 

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