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Judith Taschler liest aus ihren Romanen

Taschler2Am 9. November gab die bekannte österreichische Autorin Judith Taschler zwei Lesungen an unserer Schule. Nachmittags las sie vor den drei 10. Klassen aus ihrem anspruchsvollsten Werk „Roman ohne U“, abends stellte sie in einer öffentlichen Lesung im Festsaal der Schule ihren neuesten Roman „David“ vor (siehe Bericht PNP unten). Frau Taschler bezeichnet sich selbst als „Spätzünder“, denn erst mit 39 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Sommer wie Winter“, mit dem sie dank der Empfehlung in einer Sendung des WDR auf Anhieb einen Bestseller landete. So konnte sie ihren Beruf als Deutschlehrerin an den Nagel hängen und lebt nun als freischaffende Schriftstellerin. Ein gutes Gespür im Umgang mit Jugendlichen ist ihr aber von ihrem früheren Beruf geblieben, denn viele Schüler trauten sich, ihr Fragen zu ihrer Arbeitsweise, ihren Ideen und dem Verlagswesen zu stellen, wohl auch deshalb, weil sie sich vor der Autorin, die selbst im österreichisch-bairischen Dialekt sprach und Mutter von drei Kindern ist, nicht verstellen mussten.

Judith Taschler betonte im Gespräch mit den Jugendlichen die Bedeutung des Lesens und sprach ihnen Mut zu, selber zu schreiben und an ihre Träume zu glauben. Eines ist sicher: Viele der Anwesenden werden in nächster Zeit neugierig zu einem Buch von Judith Taschler greifen und es erst wieder aus der Hand legen, wenn die letzte Seite gelesen ist. Vielen Dank an unseren Schulleiter Herrn Zitzl, der bereits alle Romane der Autorin gelesen hat und deshalb auf die Idee zu dieser Veranstaltung kam, und an unseren Förderverein und die Buchhandlung Pustet für die großzügige finanzielle Unterstützung!

(Marie-Luise Täuber)

 

Drei Schicksale in einer Geschichte verpackt (PNP)

 ngen ftaeuberDie österreichische Schriftstellerin Judith Taschler hat auch in Passau einige Bewunderer. Das zeigte sich bei ihrer Lesung am Donnerstagabend im Gymnasium Freudenhain, vor allem als hinterher die Schlange immer länger wurde, weil niemand den Festsaal ohne ein signiertes Buch verlassen wollte. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Christian Zitzl und der Bewältigung kleiner technischer Tücken erzählte die 47-Jährige als Einstieg von den Charakteren aus ihrem jüngsten Roman „David“, der im Oktober dieses Jahres erschienen ist. „David ist mein persönliches Lieblingsbuch“, sagte die Autorin.

Drei Generationen haben Platz darin: Viktor, Jan und Magdalena. Magdalenas Lebensgeschichte wird besonders hervorgehoben. Im Alter von 12 Jahren tritt die Figur zum ersten Mal in der Erzählung auf: ein Mädchen, das bei seiner Großmutter aufgewachsen war, weil die Eltern in einem Autounfall ums Leben kamen. Viktor fand Magdalena alleine im Haus ihrer Großmutter, denn die war bereits seit einer Woche gestorben. Daraufhin kam das Kind ins Heim, erlebte dort schwere Zeiten. Eines Tages scheint sie ihr Glück zu finden, mit Thomas, einem bereits verheirateten Familienvater. Magdalena wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Kind. Und Thomas? Der will keine Kinder mehr. Als dann auch noch seine Frau zurück zu ihm und den Kindern ziehen will, wird es für Magdalena immer schwerer. Dann ist da noch Jan: ein junger Mann, er arbeitet als Skilehrer in Kitzbühel und scheint das eine oder andere Vorurteil zu erfüllen, wenn es um die rein körperlichen Liebschaften mit Frauen geht. Aber es bleibt immer nur bei dem Körperlichen, vor emotionaler Nähe schreckt der Skilehrer zurück. Vielleicht liegt es daran, dass er seine Mutter nie kennengelernt hatte, denn Jan ist adoptiert. Er liebt seine „neue“ Mutter, dennoch stellt er sich oft die Frage, warum ihn seine biologische Mutter weggegeben hat.

Hier wird Taschlers persönliche Geschichte ein Teil ihres Werkes: „Ich bin selbst adoptiert. Das ist zwar nicht biografisch wiedergegeben, aber ich bringe meine eigenen Erfahrungen ein“, erzählte sie. Taschler gab zu, dass es während des Lesens nicht immer so einfach sei, die drei Geschichten auseinanderzuhalten. „Ich spiele immer mit verschiedenen Handlungsebenen“, so die Schriftstellerin. In diesem Fall ist es ein Ahornbaum, an dem die drei verschiedenen Lebensgeschichten wieder zusammenlaufen.

Taschler nutzte die Gelegenheit, auch ihre anderen Werke vorzustellen und hin und wieder eine Anekdote dazu zu erzählen. So basiere auch der Titel des zuvor veröffentlichten Buches „Roman ohne U“ auf einer wahren Begebenheit. „Einmal klemmte meine U-Taste am Laptop. Dann sagten meine Kinder: ‚Schreib doch einfach ein Roman ohne U‘“, erinnerte sie sich.

Hinterher gab es noch einige Fragen aus dem Publikum an die Autorin selbst, zum Beispiel wie sie die Ideen für die Geschichten entwickelt. „Ich gehe schwanger mit meinen Geschichten“, beantwortete Taschler. „David war drei Jahre in mir. Zwischendurch habe ich noch mein voriges Buch geschrieben.“ Außerdem gab sie bekannt, dass ihr Buch „Die Deutschlehrerin“, welches 2013 erschienen ist, im kommenden Jahr verfilmt werden soll. Für diesen Roman erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis, einen Krimipreis, obwohl sie selbst findet, dass es sich gar nicht um einen Krimi handle. In enger Zusammenarbeit mit Taschler entsteht zu dem Buch auch gerade ein Theaterstück: „Das kann ich mir besser auf der Bühne vorstellen als im Film“, so die Schriftstellerin. Lena Appel und David Zhuang gestalteten den Abend musikalisch.

Von Caterina Klaeden/PNP 11.11.2017

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